Fraktion freut sich über Eröffnung

Rechtsextremismus präventiv bekämpfen

„Ich freue mich über die Eröffnung des Hauses des Jugendrechts in Hanau“, sagt Jakob Mähler, Fraktionsvorsitzender der Grünen Kreistagsfraktion. „Einziges Manko ist selbstverständlich die um fünf Jahre verzögerte Eröffnung, deren Ursache weiterhin aufgearbeitet werden muss. Von der damals angekündigten ‚Rekordzeit von Planung bis Verwirklichung‘ war am Ende nichts mehr zu sehen. Wir als Grüne Kreistagsfraktion haben dieses Projekt immer intensiv verfolgt und uns für eine schnelle Umsetzung stark gemacht.“

In einem Haus des Jugendrechts soll Jugendkriminalität eingedämmt werden. Mehrere dieser Häuser gibt es bereits in Hessen, die sich mit der effektiven Bekämpfung von Jugendkriminalität beschäftigen. Dort arbeiten die Staatsanwaltschaft Hanau, das Polizeipräsidiums Südosthessen, die Jugendgerichtshilfe der Stadt Hanau und des Main-Kinzig-Kreises sowie der Täter-Opfer-Ausgleich des Vereins Sprungbrett e.V.  unter einem Dach zusammen.

Nachweislich gehe in den vergangenen Jahren die Jugendkriminalität nach oben, so Mähler: „Genau deswegen ist es wichtig, dass in einem Haus des Jugendrechts Jugendkriminalität schon frühzeitig eingedämmt wird und gleichzeitig deutlich Grenzen aufgezeigt werden durch eine schnelle Bestrafung. Eine Eröffnung zum avisierten Zeitpunkt hätte diesem Aufwärtstrend in der Kriminalitätsstatistik schon entgegenwirken können. Denn Studien zeigen klar auf, dass Jugendliche, die in einem Haus des Jugendrechts betreut werden, deutlich seltener rückfällig werden.“ Ebenso wichtig sei der gewählte Schwerpunkt: „Im Hanauer Haus des Jugendrechts soll Rechtsextremismus präventiv bekämpft werden. Das ist mit Blick auf den immer größeren Zulauf für extremistische Parteien dringend notwendig. Denn diese ködern besonders Jugendliche beispielsweise über Social Media.“

Die Grüne Kreistagsfraktion freut sich, dass erstmals auch der Kreis bei einem Haus des Jugendrechts aktiv wird: „Dies ist ein Novum in den acht eröffneten Standorten, zeigt aber, wie wichtig die Verknüpfung zwischen allen Bereichen und Ebenen ist“, so der Fraktionsvorsitzende und ergänzt: „In diesem Zusammenhang ist es wichtig, dass auch der Präventionsrat des Main-Kinzig-Kreises wieder seine Arbeit aufnimmt. Diese ist in den vergangenen Jahren eingeschlafen.“

 

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